
Langenhagener sind beim Kyushin Iaido Ken-Jutsu Prüfungsworkshop erfolgreich
Beim jährlichen Püfungsworkshop des Kyushin Iaido Ken-Jutsu ist Ralf Schlüter vom VfB Langenhagen der 5. Dan verliehen worden.
Ralf Schlüter begann seine Kampfkunstlaufbahn 1974 im Alter von 16 Jahren beim Kyokushin Kai Karate Dojo Hannover, aus dem sich die Shoshin Do Kampfkunst entwickelte.1983 begann er beim Polizei Sportverein mit dem Studium des Aikido und wechselte 1996 zum heutigen VfB Langenhagen, wo er schnell die Kinder- und Jugendgruppe übernahm. Ab 1999 leitete er, zusammen mit Jörg Müller, das Training im Kinder- und Erwachsenenbereich. Um ein vertieftes Verständnis für sein Aikido zu entwickeln – viele Techniken kommen aus der Schwertkunst – besuchte er 2002 ein Iaido Training beim Turn-Klubb zu Hannover.
Und wie das Schicksal es wollte, traf er dort einen alten Bekannten aus Karatezeiten. Sensei Lothar Ölke (5. Dan) leitete damals die Iaido Gruppe. Und so nahm Ralf Schlüter dort, mittlerweile Träger des 2. Dan im Aikido, regelmäßig am Unterricht teil. 2014, er hatte damals auch den 2. Dan im Iaido, verstarb sein Meister unerwartet und er übernahm zusammen mit Wolfgang Teubner die Gruppe, die er heute noch leitet.
2019 gründete Ralf Schlüter eine Iaido-Gruppe im VfB Langenhagen. Parallel unterstützte er den Aufbau einer Iaido-Gruppe bei der Sportgemeinschaft Misburg, die er heute noch einmal im Monat begleitet. Heute teilt er sich den Unterricht beim VfB Langenhagen mit Leonard Lorenz (3. Dan Iaido). Und selbstverständlich unterrichtet er auch montags weiterhin Aikido im Erwachsenenbereich.
Bei dem von der SG Misburg ausgerichteten Lehrgang haben zudem weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer des VfB Langenhagen erfolgreich ihre nächste Graduierung erlangen können. Im Mittelpunkt des Lehrgangs standen Techniken und philosophische Hintergründe in den alten japanischen Prüfungsstufen Shiren I (entspricht den Gürtelfarben weiß/gelb), Shiren II (orange/grün) und Shinsuru (blau/braun) sowie Okunau I (1. Dan Schwarzgurt). In dem zweieinhalbstündigen Workshop zeigten alle Prüflinge das bisher Erlernte zur vollen Zufriedenheit von Sensei Ralf Gumpfer (Headmaster) und seinem Prüferteam. Selbst Techniken, die über die erforderten Stufen hinaus gingen, konnten von allen gemeistert werden. Auch Grundbegriffe über die philosophischen Hintergründe der Schwertkampfkunst wurden abgefragt. Sie beinhalten eine Geisteshaltung, die geprägt ist von Toleranz, gegenseitigem Respekt und Verantwortung.
Am Ende des Prüfungsworkshop nahmen alle Teilnehmer ihre Urkunde in Empfang, darunter vom VfB Langenhagen Julia Daitche (Shirin I), Nadine Blanke, Stephan Stark, Holger Köbel und Sebastian Grams (alle Shirin II) sowie Dirk Richter zum Shinsuru und Lasse Johnsen zum Okunau I.
In der Schwertkampfkunst Kyushin Iaido Ken-Jutsu wird neben den Kata (festgelegte Formen) auch die praktische Anwendung in der Partnerarbeit und im Freikampf gelehrt. Geübt wird mit dem Iaito (stumpfes Katana) und dem Bokken (Holzschwert).
Das Kyushin Iaido Ken-Jutsu basiert auf der alten Schwertkampfkunst des Tenshin Shoden Katori Shinto Ryu. Sensei und Headmaster Ralf Gumpfer hatte diese Form in Japan erlernt und daraus einen eigenen Stil entwickelt. Neben den traditionellen Kata Formen prägt die praktische Anwendung das Kyushin Iaido. Wer Interesse an der Schwertkunst hat kann sich auf der Internet Seite www.vfb-langenhagen.de informieren oder einfach zum Unterricht in die Friedrich-Ebert-Schule kommen (immer Donnerstag von 18.30 bis 20 Uhr in der kleinen Turnhalle, außer in den Schulferien). Weitere Informationen können auch unter Telefon 0511/774232 erfragt werden.


