Lehrgänge Karate

Karateka üben sich in realitätsnaher Selbstverteidigung

Karate, mal etwas anders aufbereitet: Unter Anleitung von Gasttrainer Michael Schumann (5. Dan Taekwondo, 8. Grad FIST) haben die Karateka einen Einblick in das System FIST erhalten.

Die vier Buchstaben stehen für Freies Individuelles Selbstverteidigung Training. Entwickelt wurde es, und da schließt sich der Kreis, von Karatemeister Jörg Knust (6. Dan). Die Kernaussage ist, dass es nicht in erster Linie um das perfekte Beherrschen einer Technik geht, sondern um das Meistern einer Alltagssituation. „Hier liegt auch der wesentliche Unterschied zu traditionellen Kampfkünsten", sagt Michael Schumann. In Rollenspielen müssen die Teilnehmer eine enge Gasse passieren. Dabei sind sie der Gefahr ausgesetzt, angegriffen zu werden. Ein Mitglied der Gruppe übernimmt den Part des Aggressors. Nicht immer muss wirklich gekämpft werden: Wenn der Aggressor nur verbal aktiv ist, kann sich der Verteidiger auch einfach an ihm vorbeischieben. „Die Verhältnismäßigkeit muss gewahrt bleiben", sagt Schumann, der von seiner Tochter Lea (1. Dan Taekwondo) unterstützt wurde. Auf jeden Fall wird so Stress aufgebaut, der Verteidiger muss spontan reagieren. Dies gilt auch beim Gang durch eine versetzt aufgestellte Gruppe, deren Teilnehmer nacheinander mit unterschiedlichen Techniken wie Greifen, Schlagen oder Klammern angreifen. Viele Aktionen enden am Boden.

„Techniken sind durchaus notwendig", betont Schumann. Es käme aber auf eine realitätsnahe Anwendung an. Der Spaß kam bei allem Ernst natürlich nicht zu kurz, eine Wiederholung ist nicht ausgeschlossen.

 

001
001
002
002
003
003
004
004
005
005
006
006
007
007
008
008

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok