Sonstiges Judo

Brutus und Brunhilde

Maskottchen der Judomäuse findet würdige Nachfolgerin

Nach jahrelanger Erfahrung im Judo hatte Brutus mit viel Spaß und viel Übung den grünen Gürtel erlangt. Aber das schönste für ihn beim Judo war immer, die Kinder bei allen möglichen Prüfungen oder auch Vereinsmeisterschaften zu begleiten. Brutus, liebevoll auch die Killermaus genannt, hatte eine wunderschöne Zeit beim Judo gehabt, an die er sich immer gerne erinnern würde. Doch auch eine Killermaus würde irgendwann alt werden. Und Brutus hat leider feststellen müssen, dass er nun zu alt wurde für seine Aufgaben als Killermaus wurde.

Jedoch wollte er die ganzen Judokas nicht ohne eine Maus zurücklassen, die alle unterstütze und nebenbei Spaß am Judo hatte. Daher wurde ihm schnell klar, dass er eine neue Judo-Maus für seine Judomäuse brauchte. Doch wer konnte das sein? Er kannte niemanden der sich für das Judo interessierte, denn alle seine Freunde waren mit anderen Sportarten beschäftigt oder hatten andere Aufgaben in der Mäusewelt, wo sie gebraucht wurden.

Brutus entschied sich auf die Suche nach einem Nachwuchs-Talent zu machen. So schnell wie es nur ging machte er sich auf den Weg zum „Reich der Mäuse“. Dort trafen alle möglichen Mäuse aller Welt aufeinander, um unter sich zu sein. Vor allem gab es dort keine Katzen. Er war lange nicht mehr hier gewesen und doch war alles wie in seiner Erinnerung. In der Mitte des Eingangsbereiches stand eine riesige Maus geschnitzt aus Käse, überall waren wild umherlaufende und lachende Mäuse und ganz viel Käse gab es auch. Von hier konnte man auch die Käsefabrik sehen. Es war einfach der perfekte Ort für Mäuse. Jedoch fragte Brutus sich, wie er seinen Nachfolger finden sollte bei all diesen Mäusen. Er überlegte sich eine Show zu veranstalten und dabei auch zu erklären, was Judo ist. Am besten gleich morgen. Alles musste schnellstens dafür vorbereitet werden: Beim Mäuserat musste die Show angemeldet, Flyer und Plakate mussten gestaltet werden, Judomatten mussten besorgt werden und er musste überlegen was er zeigen möchte und vor allem wo. Bis zum Abend war zum Glück alles organisiert.

Er ging zu seinem Freund Willi, um dort eine Nacht zu schlafen. Als er dort klingelte, machte ihm jedoch ein junges Mäusemädchen auf. Sie lächelte und bat ihn herein. Er begrüßte Willi und fragte, ob er hier eine Nacht schlafen könne. Willi willigte ein und stellte das Mäusemädchen als seine Enkelin vor. Dann erzählte Brutus Willi von seiner morgigen Show. Willi war begeistert von seiner Idee und sagte freudig: „Dann lerne ich doch mal dein Hobby kennen. Das sehen wir uns an, oder Brunhilde?“ Sie nickte und lächelte. Ein schüchternes Mädchen anscheinend. Dann kam ein kleines Mädchen in das Wohnzimmer und fragte: „Brunhilde, spielst du mit mir?“ Brunhilde hob sie hoch, drehte sie im Kreis und sagte dann lächelnd: „Aber natürlich. Fang mich“ Und schon rannten die beiden lachend durch das ganze Haus. Anschließend spielten sie Memory. Brutus betrachtete die beiden eine Weile. Er sah wie liebevoll Brunhilde mit dem Mädchen umging und sich daran erfreute, dass das Mädchen Spaß hatte. Wie sie mit diesem Kind umging faszinierte ihn. Ein gutes Kriterium für seine Arbeit als Nachfolger. Aber sicher war sie nicht an Judo interessiert. Auch wenn sie ihm die Richtige zu sein schien. Er wusste nicht warum, aber er hatte sie in den Bann gezogen. Es war schon spät und er legte sich schlafen.

Am nächsten Tag war er früh los gegangen, um alles für die Show vorzubereiten. Später war es dann auch soweit. Es kamen viele Mäuse und die Show löste Begeisterung aus. Es gab mehrere Interessierte, aber er war sich seiner Entscheidung nicht sicher. Er sagte ihnen, dass er es sich überlegen würde, wer sein Nachfolger werden würde. Dann war es leer in der Halle. Nur noch eine Maus stand da mitten im Raum. Es war Brunhilde. Sie winkte, lächelte mit ihrem freundlichen Lächeln und kam zu ihm rüber. Sie sagte: „Was du da gemacht hast, hat mich sehr beeindruckt und ich würde gerne etwas davon lernen.“ Das war jetzt unerwartet, aber es freute ihn irgendwie. Er beschloss ihr eine persönliche Judostunde zu geben. Er zeigte ihr die Judorolle, den O-soto-otoshi, den Kesa-gatame und vieles mehr. Die beiden Mäuse hatten Spaß und sie unterhielten sich nebenbei über alles Mögliche. Brutus wusste ohne großartig zu überlegen, dass Brunhilde seine Nachfolgerin sein sollte. Sie war zu jedem freundlich, kinderlieb und immer noch sehr interessiert am Judo. Sie hatte Brutus erzählt, dass sie unbedingt mit dem Judo weitermachen wolle. Da hatte Brutus ihr den Vorschlag gemacht, in seinem Verein, dem VfB Langenhagen mit dem Judo anzufangen und nebenbei die Kinder bei Prüfungen und Vereinsmeisterschaften zu begleiten, wie er es getan hatte. Sie war überrascht von dem Angebot sein Nachfolger zu werden, aber sie  freute sich sehr.

Und so wurde Brunhilde die neue Maus der Judomäuse. Brunhilde begleitete Brutus aus dem verborgendem Reich der Mäuse nach Langenhagen. Und schon jetzt freute sie sich auf das erste Treffen mit den Judomäusen. Brutus sagte auf dem Weg nach Langenhagen: „Du wirst eine super Nachfolgerin sein. Meine Judomäuse werden dich lieben. Und du wirst noch viel Spaß haben im Judo.“ Brunhilde lächelte voller Vorfreude…

Alex Lara1 Alex Lara2

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